munny – Einlagen 

UNSER LEISTUNGSSPEKTRUM

Man stelle sich seine Beine wie Autobahnbrückepfeiler vor; Schnell wird einem bewusst, welche massiven Kräfte auf unsere Beine und Füße (unser Fundament) wirken müssen. Tägliche aber vor allem falsche Belastungen, Überlastungen können unseren Füßen schaden. Deswegen ist es wichtig unseren Füßen eine Auszeit zu gönnen.

Am besten gelingt uns das im Feierabend, wenn wir unsere Füße Hochlegen können.

Doch bis zum dahin kann ein Tag ganz schön lang werden. Was kann ich also vor dem Feierabend tun, damit eine dauerhafte Beanspruchung der Füße vermindert werden kann?

Ganz einfach, eine geeignete Einlage!

Denn nichts ist schlimmer wie eine falsche, nicht richtig passende Einlage. Einlagen aus dem Schuhcenter oder dem 1 Euroladen um die Ecke sind keines Weges mit Einlagen aus einem Sanitätshaus zu vergleichen, auch wenn es immer noch viele Kunden glauben.

Diese „einfachen“ Einlagen, können Sie sich zulegen, wenn Ihnen Ihr Schuh zu groß ist, oder wenn im Winter Ihre Füße zu kalt sind. Nicht jedoch, um Ihre Füße orthopädisch zu unterstützen, ihnen etwas Gutes tun. Dies liegt darin begründet, dass jeder Fuß eine andere Art von Unterstützung benötigt und sich in Form und große unterscheidet. Aus diesem Grund wird bei uns jeder Fuß individuell ausgemessen, um Anschließen eine passgenaue orthopädische Einlage zu erstellen die gleichzeitig; Füße, Knie- und Hüftgelenke sowie den Rücken entlastet. Sie aber zudem bei den natürlichen Funktionen des Fußes und Ihren Aktivitäten unterstützt.

Damit wir für Ihre Füße passende Einlagen konstruieren können, wird Ihr Gangverhalten untersucht, meist reichen dafür schon die Schritte zur Kabine, um eine erste Einschätzungen machen zu können. Anschließend wird, wenn nötig die Druckverteilung unter Ihrer Sohle erfasst und ein Trittschaumabdruck genommen. Sind die Untersuchungen abgeschlossen, wird nach Ihrem individuellen Fußscan bzw. Trittschaumabdruck eine Einlage gefertigt. Unser Einlagenkonzept bietet für jede Sportart und fast jede Schuhform eine passende Einlage, seien es Wanderschuhe, Ballerinas oder Sicherheitsschuhe. Sprechen Sie vorab mit unseren Orthopädiefachpersonal, für welchen Schuh die Einlage gefräst werden soll, beziehungsweise bei welcher Sportart die Einlage Sie unterstützen darf.

Munny Sanitätshaus Bergisch Gladbach
Wann werden Einlagen benötigt?
Diabetes adaptierte Fußbettung

Woran merke ich, dass ich orthopädische Einlagen brauche? Die richtige Antwort darauf lautet immer: Gehen Sie zu einem Facharzt, der Sie genau untersucht und das beurteilen kann! Da Sie aber auf einen Termin bei einem Orthopäden häufig länger warten müssen, gibt es hier schon einmal einige Anzeichen und Tipps, wobei Ihnen Orthopädische Einlagen helfen würden.

Orthopädische Einlagen können bei verschiedenen Beschwerden helfen. Dauerhafte oder wiederkehrende Schmerzen in den Füßen vor allem nach dem Gehen, sind die typischen Anzeichen. Vielleicht ist Ihnen schon einmal Ihr Fußabdruck mit nassen Füßen als ungewöhnlich aufgefallen. Oder erinnern Sie sich an einen Besuch beim Orthopäden in Ihrer Kindheit, bei denen damals schon Einlagen empfohlen oder verschrieben wurden, was dann aber aus irgendwelchen Gründen über die Jahre im Sande verlaufen ist? In vielen Fällen haben Fußbeschwerden ihre Ursprünge in den Wachstumsphasen der Kindheit und Jugend, selten handelt es sich um angeborene Fehlstellungen. Diese nicht behandelten Fehlstellungen können sich verfestigen und nach jahrelangen Fehlbelastungen Schmerzen hervorrufen. Auch Unfälle und Knochenbrüche können zu dauerhaften Veränderungen des Körpers und der Muskulatur führen, die über diverse Beschwerden zutage treten können. Doch Dank Einlagen, können vieler dieser verschiedensten körperlichen Schmerzen gelindert werden. Manchmal lohnt sich auch bei Rücken- oder Kopfschmerzen ein Besuch bei einem Orthopäden. Vor allem, wenn vorherige Fachärzte keine Quelle für die Ursache der Schmerzen finden konnten. Oftmals ist es gar nicht so leicht, den Grund der Schmerzen zu lokalisieren, denn der Körper ist eine Funktions- und Bewegungseinheit mit Wirkungszusammenhängen, die meistens nicht eindeutig und leicht aufzuspüren sind. Daher ist der Besuch bei mehreren Fachärzten oder (ergänzend) beim Osteopathen sinnvoll – damit Sie Ihre Füße noch lange tragen!

Damit die Füße unserer an Diabetes erkrankten Kunden bestens geschützt werden, fertigen wir jede Einlage individuell für dessen Füßen an. Das Besondere: Die Weichbettung aus Verschiedenen Materialschichten. Diese sorgt für eine Druckumverteilung der Fußsohle die maßgeblich an einer Druckentlastung beteiligt ist. Die Diabetes adaptierte Fußbettung sollten Sie am besten in Kombination mit einem Diabetiker Schutzschuh tragen. Denn nur zusammen wird die Gefährdung der Füße rundum minimiert.

Fragen Sie Ihren Arzt, ob Ihr Diabetes Stadium eine Verordnung mit Diabetes adaptierten Fußbettungen erforderlich macht. Denn normalerweise ist zuerst einer Versorgung mit Diabetiker Schutzschuhen vorgesehen. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, wird ein Maßschuh mit Diabetiker-Ausstattung verschrieben. Diese werden meist in Kombination mit einer Diabetes adaptierten Fußbettung zusammen getragen.

Nach Verordnung durch Ihren Arzt, erstellen wir einen entsprechenden Kostenvoranschlag und reichen diesen an Ihre Krankenkasse. Dazu ist es wichtig, dass wir Ihren Fuß genau vermessen.

Sensomotorische Einlagen

Vergleicht man herkömmliche- mit sensomotorischen Einlagen, erkennt man auf den ersten Blick, dass die sensomotorischen in ihrem Aufbau weitaus komplexer sind. Herkömmliche Einlagen, die den Fuß beim Gehen unterstützen beziehungsweise gegen Erschütterungen dämpfen soll unterstützen das Fußskelett, was jedoch dazu führen kann, dass es zu einer Schwächung der Fußmuskulatur kommt. Sensomotorische Einlagen sind entwickelt worden, um bestimmte Muskeln und Sehnenstrukturen über gezielt gesetzte Druckpunkte (Pelotten) beim Gehen zu stimulieren. Die Sensomotorik dient zur Kontrolle der Bewegung. Diese Kontrolle erfolgt dabei über das sensomotorische System. Die Motorik beschreibt dabei nichts anderes als die Bewegung. Dabei sind die propriozeptiven Rezeptoren maßgeblich beteiligt. Sie geben die notwendigen Informationen zur koordinierten Bewegung. Dazu gehört die Planung, die Verarbeitung, die Kontrolle und die Lernleistung. Die Einlagen werden so gestaltet, dass sie die sogenannten Muskelspindeln reizen. Muskelspindeln sind Sinnesorgane in den Muskeln und kommen praktisch in allen Skelettmuskeln vor. Sie liegen parallel zur Arbeitsmuskulatur, die den Dehnungszustand der Skelettmuskulatur erfassen und ihre Informationen an das Rückenmark weitergeben.

Dabei möchte man mit einer sensomotorischen Einlage nicht wie bei den herkömmlichen Einlagen den Fuß stützen, sondern gezielt stimulieren. Um solche Reize, beziehungsweise Stimulationen an unser zentrales Nervensystem (ZNV) weiterleiten zu können, benötigen wir entsprechende Informationspunkte. Diese Informationspunkte sind dabei nichts anderes als die höchsten Punkte einer Pelotte. In der Regel besteht eine sensomotorische Einlage aus vier solcher Punkte.

Punkt 1 ist eine laterale Erhebung, die zu einer Stimulierung des m. peronaei longus und brevis führt. Der Punkt 1 dient dabei der Aufrichtung der kleinen Längswölbung. Außerdem dient er als Stabilisator und Gegenpartner zum medialen Informationspunkt (Punkt 2). Dies führt dazu, dass das Fersenbein mittig positioniert wird. Der positive Effekt dadurch ist eine Stabilisierung. Außerdem wird durch die laterale Erhebung eine Außenrotation des Fußes geringfügig unterstützt.

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Punkt 2 ist der mediale Informationspunkt. Dieser hat seine höchste Stelle unter dem sustentaculum tali. Dabei soll er eine Aufrichtung der Längswölbung herbeiführen. Das gelingt ihm durch eine Verkürzung und der daraus resultierenden Dämpfung des m. tibialis posterior bei einer Standphase.

 

Punkt 3 ist eine retrokapitale Erhebung und sitzt hinter den Grundgelenken der Zehen zwei bis fünf. Die Aufgabe dieser Erhebung ist es, eine Entspannung in der hinteren (dorsalen) Wadenmuskulatur zu erzeugen. Je nachdem an welcher Stelle sich der höchste Punkt dieser retrokapitalen Erhebung befindet (medial oder lateral) soll eine Pronation beziehungsweise Supination ausgelöst werden. Das bedeutet, dass eine Rotation des Fußes in Richtung ‚medial‘ oder ‚lateral‘ forciert wird. Die Großzehe wird dabei nur bei einer Klumpfußeinlage zusätzlich stimuliert.

Der Zehensteg dient zur Führung der Zehen (Punkt 4). Auf dem Zehensteg sind die Endglieder der Zehen zwei bis fünf positioniert. Die Großzehe hingegen wird aufgrund des Platzmangels, der durch die verfügbare Höhe im Schuh hervorgerufen wird nicht positioniert. Deshalb hat das Führen der Großzehe meist wenig Erfolg. Die Aufgabe des Zehenstegs ist es, die Flexoren der Zehen zwei bis fünf zu dehnen, beziehungsweise „wenn gewollt“ sogar zu überdehnen. Dadurch soll eine positive Reaktion (Entspannung in der dorsalen Wadenmuskulatur) ausgelöst werden. Liegt beim Patienten ein Hammerzeh vor, soll dieser darüber hinaus gestreckt werden.

Einsatzgebiet von sensomotorischen Einlagen

Die sensomotorischen Einlagen haben mittlerweile viele Einsatzgebiete. Vor allem bei Kindern sind diese Einlagen eine sehr beliebte Behandlungsmethode für die folgenden Krankheitsbilder:

  • Knick-, Senk-, Spreiz-, Sichel-, Platt-, Hohlfuß
  • Achillessehnen-Reizung (Achillodynie)
  • Fersensporn, Reizung der Fußsohle
  • Schwielen-Bildung an der Fußsohle
  • Fehlstellung des Rückfußes
  • Venen-Beschwerden (Besenreiser, Krampfadern, geschwollene Beine)
  • X- oder O-Bein-Stellung im Knie
  • Knie- oder Kniescheibenbeschwerden
  • Beschwerden im Kreuz-Darmbeingelenk (ISG), ISG-Blockierungen
  • Funktionelle Beinlängen-Differenz, funktioneller Beckenschiefstand
  • Fehlhaltungen der Wirbelsäule (Skoliosen, Flach-, Hohl-, Rundrücken)
  • Blockierungen der Wirbelsäulengelenke oder der Gelenke zwischen Wirbel -Querfortsätzen und Rippen
  • Beschwerden in den Kiefergelenken (Knacken, Ohrgeräusche, Zähneknirschen, CMD, Arthrose etc.)
  • Statisch bedingte Kopfschmerzen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, etc.
  • Abrollstörung, auffälligem Gangbild (z.B. infantiler Zerebralparese, schiefem Ablaufen der Schuhsohle)
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DIE FERTIGUNG

Zu Beginn jeder Einlage steht das persönliche Beratungsgespräch zwischen Ihnen und einem unserer spezialisierten Mitarbeitern im Bereich Einlagentechnik. Dabei werden Ihre Beschwerden und Ihr persönlicher Krankheitsverlauf dokumentiert und besprochen. Wichtig ist hierbei zu klären, in welchem Paar Schuhe die Einlagen überwiegend getragen werden. Den nur mit Hilfe diesen Informationen kann eine optimale Einlagenpassform für Sie erstellt werden.

Im darauffolgenden Schritt wird mittels Fußscanner eine digitale Belastungsmatrix der Fußsohle erstellt und gemeinsam mit Ihnen besprochen. Dabei wird Ihnen erklärt, welche Probleme Auftreten und mit welchen Schritten wir diese behandeln wollen, können. Zusätzlich zu der zweidimensionalen Belastungsmatrix wird ein dreidimensionaler Schaumabdruck von Ihrem Fuß genommen. Die genommenen Abdrücke werden zusammengetragen und ausgewertet. Sämtliche Informationen werden auf dem Arbeitsblatt notiert und zusammen mit den Abdrücken archiviert. Sollte zu diesem Zeitpunkt kein Rezept vorliegen, wird ein Versorgungsvorschlag für den behandelnden Arzt erstellt, um mit Hilfe des vom Arzt ausgestellten Rezept die benötigten Leistungen von der Krankenkasse mittels eines Kostenvoranschlags genehmigt zu können.

Liegt ein Rezept beziehungsweise eine Genehmigung der Krankenkasse vor, kann der dreidimensionale Abdruck Ihres Fußes mittels 3D-Scanner an den Computer übertragen werden. Mit Hilfe der Abdrücke und den vorhandenen Unterlagen kann so eine Millimeter genaue, punktuelle Behandlung erfolgen. Dazu werden bis zu vier Pelotten, deren Form und höhe je nach Ihren Symptomen variieren kann in eine technische Zeichnung übertragen. Die anschließend fertig konstruierte Einlage kann nun aus einem 7 cm dicken Rohling mittels einer CC Fräse gefräst werden.

Die Einlage muss im letzen Schritt noch einmal komplett von Hand nachgeschliffen und mit einem strapazierfähigen Überzug beklebt werden. Dies ist von elementarer Wichtigkeit um den Tragekomfort zu erhöhen und Reibungsschäden zu verhindern. Die Decksohle der Einlagen kann aus Leder oder Alcantara in unterschiedlichen Farben bestehen. Bei der Auslieferung werden sämtliche Einlagen noch einmal gemeinsam mit dem Kunden kontrolliert. Die Eingewöhnungszeit beträgt bei Einlagen erfahrungsgemäß ein bis zwei Wochen. Trotzdem dürfen die neuen Hilfsmittel natürlich keine Schmerzen oder Blasen verursachen. Sollte dies einmal der Fall sein, kann das Problem meist durch eine kleine Anpassung sofort behoben werden.

Durch eine Studie, die wir in Zusammenarbeit mit Herrn Fabian Zschernack und der FH-Aachen im Bereich Biomedizintechnik & Technomathematik gemacht haben, ist es uns möglich exakte Pelottenhöhen für Sie zu definieren. Was für Sie mehr Komfort bei einem bestmöglichen Behandlungserfolg bedeutet.

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